Arbeit

Schon Karl Marx stellt fest, dass auch Arbeit, also Arbeitskraft und Arbeitszeit, nur eine Ware ist, die gehandelt wird. Der Arbeiter erbringt eine Leistung für die er eine Gegenleistung, den Lohn, erwartet. Umgekehrt erwartet der Arbeitgeber für den Lohn den er zahlt eine Gegenleistung. Der Lohn, wie auch die anderen Arbeitsbedingungen, wurden im Arbeitsvertrag und eventuell im Tarif- bzw. Kollektivvertrag ausgehandelt und festgeschrieben. Im Arbeitsvertrag stehen also alle Bedingungen, unter denen der Arbeiter "bereit" ist, Arbeit zu leisten. So zunächst der grundsätzliche, theoretische Standpunkt.

Ob das sich nun in der Ralität auch so verhält, ist eine andere Sache. Oftmals sehen weder die Arbeitgeber noch die Arbeitnehmer ihr Verhältnis als das zweier Geschäftspartner, weil beim Arbeitnehmer, der nichts anderes als seine Arbeitskraft zum Verkauf anzubieten hat, ein Abhängigkeitsverhältnis entsteht. Dieses wird von beiden Seiten oft als Obrigkeitsverhältnis angesehen. Denn der Arbeitnehmer kann seine Arbeitskraft zur selben Zeit ja nur an einen Arbeitgeber verkaufen. Der Arbeitnehmer jedoch kann mehrere Arbeitskräfte einstellen und ist somit nicht von einer einzigen Abhängig. Somit entsteht eher ein Über-/Unterordnungsverhältnis. Ist es für den Arbeitnehmer das einzige oder das Haupteinkommen, so stellt sich mit dem Verlust des bzw. eines Arbeitsplatzes auch latent die Existenzfrage für die Zukunft.