Wie kommt es zur Armut in den Armutsländern?

Ein Land besitzt eine Ressource. Den Menschen, die dort leben ist der Tauschwert der Ressource zunächst nicht bekannt (siehe unten: Indianer und Gold)

Händler kaufen den Rohstoff so lange sie ihn günstig bekommen. Sie verschaffen den "Eigentümern" Vorteile, schaffen eine Elite. Tauschen vielleicht gegen Dinge, die sie von den Händlern abhängig machen. Durch das einfließende Geld wird die örtliche Wirtschaft geschwächt. Evtl. entstehen Konkurrenzen. Die Menschen werden zunehmend von Geld abhängig, damit auch von den Händlern, die ihnen die Ware abkaufen (siehe Erdöl exportierende Länder: das Öl geht zur Neige. Was dann?) 

Am Ende haben diese Menschen dort keine Waren mehr zu verkaufen, außer Landflächen und billige Arbeitskräfte. Geld schafft Armut. Flächendeckend.

Diese Länder, oder eines der Nachbarländer, besitzen immer eine Ressource, welche die warenproduzierende Gesellschaft der "Industrieländer" eben zur Produktion von Waren benötigt. Daher werden diese regelmäßig destabilisiert. Das bedeutet: einige Industrienationen schicken Menschen die Unruhe stiften. Sie wollen, dass sich dort Gruppen bekämpfen. Die Industrienationen haben damit zunächst einen Absatzmarkt für Waffen. Da Waffen Geld kosten und auch kleine Kriege Ressourcen, wird das Land ausgezehrt. Es herrscht Mangel. Wenn Mangel herrscht, können den dortigen Menschen Waren aus den Industrieländern angeboten werden. Letztere können sogar, um im eigenen Land ein positives Bild zu erhalten, Hilfslieferungen schicken und sie so als große Helfer hervor tun. Als Gegenleistung für diese Hilfe kann man dann, recht billig, z. B. die begehrten Rohstoffe verlangen.

Da nur wenige Menschen in diesem Land im Besitz dieser Rohstoffe sind, gehen die anderen leer aus, müssen aber unter den aggressiven Verhältnissen leiden.

Auch andere Länder, in denen kein Krieg herrscht, werden in Armut gehalten (z. B. durch Hilfslieferungen, welche den Markt, die kleinen Geldkreisläufe dort zerstören), wiederum mit dem Ziel, billig an Ressourcen zu kommen. Ressourcen müssen nicht immer Rohstoffe sein. Es kann auch Land sein, auf dem man, ohne weitere Sicherung der Umwelt, giftigen Müll "entsorgen" kann.

Indianer und Gold 

« Gold
Die Inka hatten Goldvorkommen im Überfluss, daher war das edle Metall für sie zwar ein guter Werkstoff für Schmuck und andere Gegenstände, aber für sie nicht so wichtig, wie später den spanischen Eroberern. Für die Maya war Jade wertvoller als Gold. In Nordamerika waren die Goldvorkommen Im Vergleich zu Mitte- und Südamerika sehr gering.
Die nordamerikanischen Stämme verarbeiten den blaugrünen bis himmelblauen Türkis in ihren Schmuckstücken und Amuletten. Der Schmuckstein gilt als Heilstein und soll Glück und Gesundheit bringen », (http://www.kidsweb.de/schule/kidsweb_spezial/indianer_spezial/indianer_abc.htm);

« GOLD
Die Inka, ein früheres Indianervolk aus Südamerika, hatten Goldvorkommen im Überfluss. Für sie war das edle Metall allerdings nur ein guter Werkstoff für Schmuck und andere Gegenstände und lange nicht so wichtig, wie für die spanischen Eroberer. », (http://www.winnetous-sohn-der-film.de/blog/category/indianer-abc/2)

 

Anscheinend gibt es über diesen Umstand recht wenige Quellen.