Wohnung

Wie viel Wohnraum braucht der Mensch? Hier schwanken die Ansichten. Auch, wie bei der Ernährung, kommt es auf die Lebensumstände an. Halten wir uns an die Hartz-IV-Definition (siehe Link 1 in der rechten Spalte) oder DIN-Norm (Link 2) benötigt eine Einzelperson ca. 40 - 50 qm als Basis. Andere Menschen mit denen ich gesprochen habe, kamen auf 35 qm. 

Betrachten wir die Dinge im Detail und fragen, was sollte eine Wohnung haben?

- eine Nasszelle (Bad/Dusche) [waschen]

- einen Toilettenraum (Toilette)

- ein Wohnraum (Aufenthaltsraum, Entfaltungsraum) [kommunizieren, sich beschäftigen]

- einen Schlafraum (Rückzugsraum) [ruhen, schlafen, kleiden]

- eine Küche (Küche, nicht Kochnische oder Kochgelegenheit) [essen, trinken]

Wir können uns bei diesem Aspekt wieder auf die genannten Punkte beziehen, in welche der gesamte Artikel unterteilt ist. Wie viel Wohnraum aber ein Mensch konkret braucht, dürfte sich an seinem Lebenswandel messen. Denn wie hier deutlich wird, spiegelt sich im Wohnraum die Lebensart des Individuums wieder. Deshalb kann der Bedarf an Wohnraum nicht pauschal angegeben werden.

In einer kapitalistischen Gesellschaft wird aber genau diese Frage gestellt. Das ergibt sich aus der Logik der Warenwirtschaft, der monetär basierten Wirtschaftsform, die den Menschen nur dann als Individuum wahrnimmt, wenn es monetären Interessen dient. Somit nicht als Mensch, sondern als Kunde. Als verdinglichtes Etwas, das kauft.

 

In einer handelsfreien Gesellschaft gibt es keine monetären Interessen. Somit ist der Mensch wieder Lebewesen, Individuum einer Gemeinschaft, mit ganz individuellen Bedürfnissen.