Irrtümer

Die Unsicherheit vieler Menschen über das, was auf diese Gesellschaft noch zukommen mag, ist förmlich spürbar. Vor allem in den Kerngebieten der sogenannten "Zivilisation" wird immer mehr Menschen klar, dass sich ein Umbruch anbahnt. Doch wohin die Reise geht, scheint ungewiss. Natürlich ruft das Spekulanten und Verschwörungstheoretiker auf den Plan. Viele wollen an dem bisherigen System festhalten und glauben, man könnte dieses einfach nur ein bisschen anpassen und alle Probleme wären gelöst. Andere meinen, man habe bisher nur ein paar Fehler gemacht, die man einfach abstellen müsste, und das System würde wieder funktionieren. Doch die meisten übersehen die Fehler und Widersprüche in diesem System selbst, in dessen Aufbau, seiner Struktur.

Ein offenkundiger Widerspruch, den jeder sehen könnte, über den aber scheinbar nur die wenigsten nachdenken, ist der Umstand, dass die Menschen als Konsumenten mit immer weniger Geld, mit immer weniger Realeinkommen immer mehr, immer vielfältigere Leistungen zu immer höheren Preisen konsumieren sollen.
Die Staaten haben nicht nur immer höhere Sozialausgaben, weil Arbeitslosigkeit und auch Kurzarbeit immer weiter steigen, auch andere Staatsausgaben sowie die Preise dafür müssen bezahlt werden. Dennoch wollen viele Staaten sparen, um die steigenden Schulden in den Griff zu bekommen. Im ersten Moment und für den Normalhaushalt ist das naheliegend. Für einen Staat ergibt sich hier ein Widerspruch. 

Geld, dass den Menschen 'entzogen' wird können sie nicht ausgeben. Damit wird weniger gekauft, was die Konjunktur bremst. Roosevelts "New Deal" zeigt deutlich, wie sehr die genannten Faktoren zusammenhängen. Durch seine Maßnahmen wurde Geld von der "Oberschicht" in die "Unterschicht" umverteilt. Daraus entwickelte sich ein enormes Wirtschaftswachstum, natürlich zu Lasten der Natur. Aber die US-Wirtschaft wuchs rasant. Die Maßnahmen katapultierten sie an die Weltspitze.